Pastinaken – ein Wurzelgemüse für die Winterzeit

In den letzten Jahren erobert das fast vergessene Wintergemüse erfreulicherweise wieder heimische Küchen und die Speisekarten der Gastronomie. Die Wurzeln sind leicht verdaulich und weisen viele Vitamine und Mineralstoffe auf.

parsnip-gb1b1f6369_1280.jpg

Pastinaken

Pastinaken zählen wie Möhren, Topinambur oder Steckrüben zum Wurzelgemüse und wachsen als nährstoffreiche Speicherwurzeln unter der Erde. Sie werden nicht nur gezielt angebaut, sondern können auch wild auf Wiesen oder an Wegrändern wachsen. Die Wurzeln eignen sich hervorragend für den Bioanbau.

Ab September beginnt die Pastinakensaison. Dann kann das Gemüse über die ganzen Wintermonate geerntet und in Supermärkten, Discountern, Bioläden und Wochenmärkten erstanden werden. Im Oktober und November finden sich auch oft Pastinaken aus heimischem Anbau in den Regalen.

Ihr volles Aroma entfalten sie allerdings erst nach dem ersten Frost.

Leicht zu verwechseln

Äußerlich ähneln Pastinaken der Petersilienwurzel. Ihr Geschmack ist allerdings eher süßlich-nussig und hat mit dem ausgeprägt würzigen Petersiliengeschmack ihrer Doppelgängerin wenig zu tun. Dennoch ist die Ähnlichkeit der beiden Wurzeln nicht zufällig. Botanisch gesehen handelt es sich bei Pastinaken nämlich um eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie.

Wer zufälligerweise beide Wurzeln im Gemüsefach liegen hat, kann sie anhand des Geruchs auseinanderhalten. Während die Petersilienwurzel einen intensiven Geruch nach Petersilie versprüht, duftet die Pastinake eher mild und erinnert an das Aroma von Möhren.

Aufgrund ihres hohen Gehalts an Kohlenhydraten, Eiweiß, Vitamin C, B-Vitaminen, Eisen, Kalium und Zink macht das weiße Wurzelgemüse nicht nur lange satt, sondern ist auch sehr gesund.

Einkaufs- und Lagerungstipps für Pastinaken

Generell gilt: Je kleiner, desto zarter und schmackhafter sind die Wurzeln. Größere Pastinaken werden beim Kochen schnell holzig. Zudem sollte beim Einkaufen darauf geachtet werden, dass die Schale fest ist und keine Verletzungen aufweist, andernfalls kann es zu geschmacklichen Einbußen und Nährstoffverlusten kommen. Das Grün der Pastinaken sollte zudem frisch aussehen.

Pastinaken halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks gut zwei Wochen.

Wer die Wurzeln einfrieren möchte, sollte sie vorab waschen, schälen, in kleinere Stücke schneiden und diese kurz für wenige Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Nach kurzem Abtropfen können sie dann in einem Gefrierbeutel oder einem anderen Gefäß für etwa ein Jahr eingefroren werden.

Pastinaken vielfältig zubereiten

Pastinaken können sehr vielseitig verwendet werden. Dabei eignet sich die helle Wurzel für sämtliche Rezepte, die man auch mit Möhren oder Kartoffeln zubereiten kann. Roh und fein geraspelt schmecken die Wurzeln besonders gut in Salaten mit Äpfeln und Möhren. Sie können zu Pastinakenpüree, Ofengemüse, Eintopf oder Rahmsuppe verarbeitet oder einfach als Beilage fein gewürzt in Kombination mit Möhren zu Wild- und Rindfleisch gereicht werden. Auch Aufläufe und Gratin gelingen mit der Wurzel hervorragend. In dünne Scheiben geschnitten kann man sogar Pizza mit ihr belegen. Aufgrund ihrer guten Bekömmlichkeit bei empfindlichen Mägen sind Pastinaken ebenso eine prima Zutat für Babybreis.

Vor der Zubereitung sollten die Pastinaken gewaschen und anschließend geschält werden. Danach kann man sie, ähnlich wie Möhren, in Scheiben, Würfel oder Stifte schneiden, raspeln oder pürieren.

Tipp: Das abgeschnittene Grün kann noch zum Würzen, etwa von Suppen und Eintöpfen, verwendet werden. (Sie)

Stand: November 2021

Pastinakenpüree

400 g Pastinaken
eine Schalotte
frische Petersilie
3 EL Walnussöl
1-2 EL Milch oder Pflanzendrink
Salz
Muskatnuss

Pastinaken schälen, halbieren und den härteren Innenteil entfernen. Dann die Pastinaken in gröbere Würfel schneiden und in etwas Salzwasser circa 15 Minuten kochen, bis die Wurzeln weich werden. Schalotte klein schneiden und in einer Pfanne kurz dünsten. Wasser aus dem Topf abgießen, Zwiebeln zu den Pastinaken geben und diese mit einem Kartoffelstampfer zerstoßen. Milch, Walnussöl und Muskatnuss hinzugeben und mit einem Mixer cremig pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Frische Petersilie nach Belieben unter das Püree geben oder zum Garnieren verwenden.