Paprika - knackig, lecker und gesund

Ob grün, rot oder gelb - Paprika darf bei einem sommerlichen Salat nicht fehlen, denn dadurch wird er nicht nur bunt, sondern auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Paprika schmeckt nicht nur roh im Salat gut, sondern auch im Risotto oder gefüllt mit Hackfleisch. Lesen Sie hier, worauf beim Einkauf von Paprika und ihrer Lagerung zu Hause zu achten ist.

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Rote, grüne und gelbe Paprika

Paprika bereichert die leichte Sommerküche auf vielerlei Weise: Roh im Salat, im Risotto, als Antipasti oder als Basis für Suppen, Dips und Pesto. Gesund ist Paprika auch noch, da er reichlich Vitamine und Mineralstoffe liefert.

 Wenn hierzulande von "Paprika" gesprochen wird, ist vor allem der süße Gemüsepaprika gemeint. Die unterschiedlichen Farben der Paprikaschoten hängen vom Gehalt an Karotin, einer Vorstufe des Vitamin A, ab.

Paprika - eine südamerikanische Frucht

Botanisch gesehen gehören Gemüsepaprika, Peperoni und Chili alle zur gleichen Gattung Capsicum. Das Nachtschattengewächs ist ursprünglich in den Tropen Süd- und Mittelamerikas beheimatet. Spanische Eroberer brachten den Paprika vermutlich im 16. Jahrhundert nach Europa. Zunächst wurde er nur als Zierpflanze und erst später als Gemüse angepflanzt.

Capsaicin - für die Schärfe verantwortlich

Gemüsepaprika, Peperoni und Chili unterscheiden sich nicht nur durch die Größe und Farbe, sondern auch durch den Schärfegrad. Für die Schärfe verantwortlich ist die Substanz Capsaicin, die je nach Sorte in sehr unterschiedlicher Konzentration enthalten ist. Da Gemüse-Paprika kaum Capsaicin enthält, liegt ihr Schärfegrad bei Null auf der sogenannten Scoville-Skala. Der Schärfegrad der Peperonis liegt bei 100-500, der von Tabascosauce bei 2.500 - 5.000 und der der kleinen mexikanischen Jalapeno-Chilis bereits bei 2500-8000 Einheiten.

Capsaicin wird auch in der Medizin verwendet und zwar als Grundlage für Wirkstoff-Pflaster gegen rheumatische Erkrankungen.

Farbe gibt Auskunft über Reifegrad

Bei dem milden Gemüsepaprika gibt die Farbe Aufschluss über den Reifegrad. Grüner Paprika ist unreif und hat daher einen herben Geschmack. Ausgereifter gelber und roter Paprika enthält deutlich mehr Aroma und ist auch vitaminreicher.

Paprika - eine Vitaminspritze

Paprikaschoten, vor allem die roten und gelben Früchte, sind reich an Vitamin C. Auch Beta-Carotin, Folsäure, Kalium, Magnesium, Eisen und Kalzium sind in den Schoten zu finden.

Da Paprika fettfrei und kalorienarm ist, ist er geeignet für Menschen, die auf die Kalorienzufuhr achten müssen.

Aufgrund des Ballaststoffgehaltes fördert der Verzehr von Paprika auch die Verdauung. Bereits in einer Paprikaschote steckt ein Drittel der empfohlenen Ballaststoffmenge.

Wer einen empfindlichen Magen hat und zu Aufstoßen neigt, sollte die Schale des Paprikas abziehen. Dies ist leicht möglich, indem die Schote blanchiert, also kurz in heißem Wasser abgekocht wird.

Tipps zum Einkauf

Gemüsepaprika ist das ganze Jahr über im Handel erhältlich. In den Sommermonaten werden auch abdere Sorten wie Spitzpaprika, Kirschpaprika oder die dünnwandige türkische Gemüsepaprika angeboten.

Worauf ist beim Kauf und der Lagerung zu achten?

  • Nur frische Früchte mit einer festen, glatten und glänzenden Schale kaufen.
     
  • Früchte sollten kräftig gefärbt und frei von Flecken sein.
     
  • Paprika ist sehr kälteempfindlich. Deshalb sollten sie besser nicht im Kühlschrank gelagert, sondern an einem kühlen Ort (zum Beispiel Speisekammer oder Küchenschrank ohne direkte Sonneneinstrahlung) aufbewahrt werden.

Paprika - vielseitig verwendbar

Kaum ein Gemüse lässt sich auf so vielfältige Weise zubereiten wie Paprika:

  • Salat: hier wird Paprika roh verwendet.
  • Risotto: ein Reisgericht  
  • Beilage zu Geflügel und Fisch
  • Saucen, Pesto

Appetit auf ein Paprikagericht?

  • Ratatouille, ein provenzalisches Schmorgericht aus Paprika, Zucchini, Auberginen, Tomaten und frischen Kräutern, schmeckt lecker mit geröstetem Weißbrot, Fleisch, Fisch oder Pasta. 
     
  • Paprika kann auch mit Reis und Hackfleisch gefüllt werden. Bei der vegetarischen Variante wird eine Füllung aus Hirse und Käse zubereitet. 
     
  • Aus Paprika lassen sich auch hervorragend Suppen, Soßen, Dips und Pesto herstellen. 
     
  • Aus Ungarn kommt das bekannte "Letscho":
    2-3 große Zwiebel, 500 g gelbe oder rote Paprikaschoten, 400 g Tomaten, 70 g Öl, Salz, schwarzer Pfeffer.
    Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und im Öl andünsten, ohne jedoch zu bräunen. Paprika in 1 cm breite Streifen schneiden und zugeben und zugedeckt dünsten. Dann die geviertelten Tomaten zugeben und das Ganze zugedeckt garen, dabei gelegentlich umrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Dazu wird frisches Weißbrot gegessen.


Stand: Mai 2019