Im Mai beginnt die Mairübchen-Zeit!

Die kleinen weißen Rübchen haben nur superkurz Saison: Von Mai bis Juni! Findet man sie auf dem Wochenmarkt oder im Gemüseladen, sollte man schnell zuschlagen. Mairübchen sind nicht nur kalorienarm und reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sie sind aufgrund ihres leicht scharf-würzigen Geschmacks auch äußerst lecker und zergehen förmlich auf der Zunge.

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Mairübchen

Von wegen altmodisch…

Mairübchen - auch Navetten genannt – gehören zum Kohlgemüse und sind nahe Verwandte der Teltower Rübchen oder der Herbstrüben.

Ursprünglich stammen die Knollen aus Indien, wo man sie bis heute anbaut und verzehrt. Bis zur Nachkriegszeit waren die Mairübchen in Europa neben Kartoffeln ein bedeutsames Lebens- und Futtermittel, danach verloren sie allerdings an Bedeutung. In den letzten Jahren erleben die Rüben im Zuge des Alte-Sorten-Trends aber ein Comeback. So werden sie mittlerweile wieder bundesweit angebaut. In den Gemüseabteilungen der Supermärkte findet man sie eher selten - dafür aber umso häufiger auf Wochenmärkten oder in Gemüseläden. Nicht selten kommen die Rüben feldfrisch und aus regionalem Anbau direkt vom Erzeuger.

Geschmacklich wie Radieschen

Mairübchen sind etwa fünf Zentimeter dick, rund und weiß - bis auf die obersten ein bis sechs Zentimeter der Schale, diese sind häufig lila, rot oder grünlich. Im Verkauf findet man die Rüben noch mit viel Blattgrün. Nicht nur die Form der Mairübchen, auch der scharfe Geschmack beim Rohverzehr erinnert an Radieschen. Werden die Rüben allerdings gekocht, schmecken sie mild-süßlich nach Möhren oder Petersilienwurzel.

Übrigens ist nicht nur die Knolle zum Verzehr geeignet, sondern auch die Stielblätter!

Kalorienarm und voll mit guten Inhaltsstoffen

Wer auf seine Linie achten möchte, für den sind die kleinen Rüben genau das Richtige: Mairübchen sind mit 32 Kilokalorien pro 100 Gramm recht kalorienarm. Zudem punkten die Knollen mit hohen Gehalten an B-Vitaminen (vor allem Vitamin B6), Eisen, Kalium, Zink, Folsäure und Ballaststoffen. Im Grün der Blätter und Stiele steckt Vitamin C und Carotin.

Die enthaltenen Senföle sorgen nicht bloß für den würzigen Geschmack der Mairübchen, sondern verfügen außerdem über eine natürliche antibakterielle Wirkung.

Aufgepasst beim Einkauf!

Wer Mairübchen an der Gemüsetheke oder auf dem Wochenmarkt ergattert hat, kann mit einem Blick schnell ihre Frische und Qualität erkennen. So sollten sie schön weiß und prall aussehen. Je kleiner die Knollen, desto zarter der Geschmack.

So gelingt die Zubereitung

Die Rüben sollten vor dem Verzehr gewaschen und geschält werden, denn die Schale ist äußerst faserig. Dann kann man sie raspeln und als Rohkost verzehren oder aber zehn bis 15 Minuten in Salzwasser kochen, in dünne Scheiben geschnitten braten oder andünsten. Auch als Beilage zu Fleischgerichten stellen die kleinen Rüben eine prima Alternative dar. Bekommen sie hier noch eine süße Note, zum Beispiel durch Ahornsirup, betont dies einmal mehr ihren Geschmack.

Mit ein bisschen mehr Aufwand eignen sich größere Rüben auch zum Füllen und Überbacken.

Die Blätter und Stiele können, ähnlich wie Spinat oder Rübstiel, ebenfalls roh oder gedünstet zubereitet werden. Besonders lecker: Frisch gehackt als Topping für Salate oder Suppen. Aber auch hier gilt: Zu allererst waschen!

Mairübchen am besten im Kühlschrank aufbewahren

Damit die Mairübchen knackig und frisch bleiben, sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Allerdings: Nicht länger als drei bis vier Tage, da die Rüben schnell weich und die Blätter welk werden.

Wer sie länger lagern möchte, kann die Rüben zunächst blanchieren und dann einfrieren. So behalten sie ihren Geschmack. (sie)

Stand: Mai 2019