Erholsamer Schlaf in heißen Sommernächten

An heißen Sommertagen wälzt man sich in der Nacht von links nach rechts: Bei Temperaturen über 30 Grad einen erholsamen Schlaf zu bekommen, scheint oft aussichtlos. Doch erleichtert etwa ein Glas Rotwein das Einschlafen? Ventilator, Klimaanlage oder nasse Tücher vorm Fenster, was sorgt für mehr Erfrischung bei Nacht?

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Füße des Schlafenden schauen unter Bettdecke hervor

Der Hitze trotzen – erholsam schlafen

  • Viel trinken: Da man in den Sommermonaten sowieso stark schwitzt, sollte man auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Lauwarmes Wasser mit Zitrone oder Früchtetees eignen sich dabei hervorragend als Sommergetränke. Kurz vor dem Zubettgehen sollte man jedoch das Trinken einstellen, da sonst der Schlaf durch einen nächtlichen Gang zur Toilette unterbrochen werden könnte.
  • Kein Alkohol: Bier oder Wein als Schlummertrunk sorgen lediglich für einen flachen Schlaf oder Traumschlaf. Dieser ist nicht sonderlich erholsam. Außerdem kann es zu vermehrtem Harndrang und somit zu Unterbrechungen des Schlafs kommen.
  • Bewegung macht müde, trotzdem sollte auf Sport kurz vor der Nachtruhe verzichtet werden. Während der sportlichen Ertüchtigung wird der Kreislauf in die Höhe getrieben und es fällt schwer zur Ruhe zu kommen. Lieber abends einen Spaziergang einlegen und das Sportprogramm auf die Morgenstunden verlegen, oder zwischen Zubettgehzeit und Fitness zwei Stunden Zeit einplanen.
  • Weder Koffein, noch schweres Essen sollte kurz vor dem Schlafengehen zu sich genommen werden, denn dies hält unnötig wach und stört die Schlafqualität. Zwei Stunden Abstand sollten zwischen Mahl- und Schlafenszeit einkalkuliert werden.
  • Warmduschen: Trotz sommerlicher Temperaturen sollte man vor dem Zubettgehen lauwarm statt eiskalt duschen. Dies hilft den Körper runter zu kühlen. Durch das warme Wasser öffnen sich die Poren in der Haut und die angestaute Hitze kann besser abgegeben werden. Wer dennoch Erfrischung benötigt, dem sei Wechselduschen empfohlen.
  • Schlafanzug aus dem Kühlschrank: Manch einem hilft es, wenn das Nachtzeug für einige Minuten in den Kühlschrank gelegt wird. Dies kann beim Einschlafen für eine angenehme Abkühlung sorgen.
  • Nicht ohne Schlafanzug: Wer an heißen Tagen ganz auf die Nachtwäsche verzichtet, riskiert womöglich eine Erkältung. Grund dafür ist, dass die Haut nach vorherigem starken Schwitzen schneller auskühlt. Der Schlafanzug hilft bei der Verdunstung und hält den Körper auf angenehmer Temperatur.
  • Stirnwickel: Kaltfeuchte Taschentücher oder Kühlpads aus dem Kühlschrank auf Stirn, in der Achselhöhle oder an den Waden können während der Nacht erfrischen. Kühlpads jedoch niemals aus dem Gefrierschrank verwenden, denn sonst kann es zu Erfrierungen kommen. In der Bauchgegend können kalte Wickel Nierenprobleme hervorrufen. Hier besser keine Kühlung vornehmen.
  • Besser nicht: Ventilatoren und Fenster auf Durchzug erscheinen zwar vielversprechend in heißen Nächten, doch nicht selten führt die Zugluft zu einem steifen Nacken oder Erkältungen. Zudem sorgt die unangenehme Geräuschkulisse des Ventilators für unruhigen Schlaf.
  • Störenfried Klimaanlage: Auch die Klimaanlage ist mit störenden Geräuschen verbunden und kann bei unzureichender Nachtbekleidung zu Schnupfen und Husten führen.
  • Nasse Tücher vorm Fenster sind eine angenehme Alternative zum Ventilator. Sie kühlen die Luft ab und sorgen für die Verdunstung, ohne Nackenschmerzen am Morgen.
  • Weg mit dem Oberbett: Bei heißen Temperaturen reichen Baumwolllaken oder leere Bettbezüge als Zudecke vollkommen aus. Naturfasern, wie Baumwolle, nehmen die Feuchtigkeit besser auf, als Satin oder Seide.
  • Gehen Sie offline: Dies sollte eigentlich rund ums Jahr beachtet werden. Smartphone, Tablet und Co. haben vor dem Schlafengehen nichts mehr im Bett zu suchen. Studien zeigen, dass die Wellenlängen des blauen Lichts dieser Geräte die Schlafqualität verschlechtern. Grund dafür ist, dass das Nervensystem empfindlich auf das blaue Licht reagiert und somit die Ausschüttung des Schlafhormons Melantonin hemmt. Gleiches gilt auch für ein TV-Gerät im Schlafzimmer.
  • Schlaftabletten sind tabu: Im Sommer brauchen wir weniger Schlaf, als in den Wintermonaten. Wenn es gar nicht mit der Nachtruhe gelingen sollte, greifen Sie eher zu den pflanzlichen Alternativen wie Baldrian, oder Gute-Nacht-Tees mit Hopfen.
  • Am Morgen lüften und den restlichen Tag die Fenster im Schlafzimmer geschlossen halten, Rollos runter oder Vorhänge zuziehen. So hat die Sonne keine Chance den Raum aufzuwärmen.

Stand: Juli 2017