Tipps, damit der Schulanfang gelingt

Die Sommerferien sind fast vorbei, in wenigen Tagen beginnt ein neues Schuljahr. Die Erstklässler fiebern dem ersten Schultag schon aufgeregt entgegen. Zu einem guten Schulanfang gehören nicht nur das Einüben des Schulweges, sondern auch die Schultüte und ein leckeres Pausenfrühstück. Damit der Schulstart rundum gelingt, hier ein paar Tipps vom VerbraucherFenster.

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Mädchen mit Schultüte

Schultüte

Die Schultüte ist das Highlight für die Erstklässler. Bis oben gefüllt, soll sie den ersten Tag in der Schule erfreulicher gestalten; denn mit der Einschulung und dem regelmäßigen Schulbesuch sind auch Pflichten - wie Hausaufgaben machen oder die morgendliche Pünktlichkeit - verbunden.

Was kann in die Schultüte gepackt werden?

  • Nicht nur Süßigkeiten
    In die Schultüte werden immer wieder gerne Süßigkeiten gepackt. Gegen die Lieblingsnascherei oder einen farbenfrohen Lutscher ist natürlich nichts einzuwenden. Doch Eltern sollten auf das richtige Maß achten und auch andere Lebensmittel in die Tüte geben. Mit etwas Fantasie lässt sie sich auch gesund, lecker und mit vielen Überraschungen füllen. Druckfestes Obst wie Äpfel, Trockenfrüchte, Nüsse oder „Studentenfutter“ versorgen die ABC-Schützen mit wichtigen Nährstoffen. Auch Vollkorngebäck, eine Laugenstange oder Reiswaffeln sind eine gute Wahl.
     
  • Kleine Geschenke, die Spaß machen
    Kleine Geschenke dürfen in der Schultüte nicht fehlen – eine Kunststoffdose für das Pausenbrot, eine Trinkflasche mit bunten Motiven, ein Lineal, Knetgummi oder ein Buch für Leseanfänger sind praktische und schöne Aufmerksamkeiten.
    Softball, Straßenkreide, Seifenblasen, Springseil und Gummitwist animieren in der großen Pause zu mehr Bewegung. Denn an der frischen Luft lässt sich am besten Energie für die nächste Schulstunde sammeln.

Kreatives Pausenfrühstück

Kinder müssen in der Schule etwas essen und trinken, damit sie fit bleiben und sich weiter konzentrieren können. Ist das mitgebrachte Pausenbrot bereits in der Schulpause leicht trocken, wird es vom Kind nicht gern oder überhaupt nicht gegessen. Worauf ist zu achten, damit das Pausenbrot auch noch in der zweiten Pause lecker schmeckt?

  • Brot und Brötchen
    Backwaren mit einem höheren Weizenmehlanteil trocknen schneller aus als dunkle Backwaren. Vollkornbrote bleiben länger saftig. Zudem sind sie wegen des höheren Vitamin- und Mineralstoffgehaltes auch noch gesünder. Ihr höherer Ballaststoffgehalt sorgt auch dafür, dass das Kind länger satt ist.
     
  • Belag fürs Brot
    Ein Brot, dünn bestrichen mit Margarine, Butter oder Frischkäse, belegt mit einem fettarmen Wurst- oder Käseaufschnitt, garniert mit etwas Salat, bleibt lange frisch und ist eine ausgewogene Zwischenmahlzeit.

    Die Auswahl an Belägen ist groß:
    * Fettarme Wurstsorten sind: Bierschinken, Kochschinken, Kasseler, Putenbrustaufschnitt.
    * Als Käse sind Hart- oder Schnittkäse (zum Beispiel Camembert, Edamer, Gouda, Tilsiter, Mozzarella) mit einem Fettgehalt von maximal 50 % Fett in der
       Trockenmasse empfehlenswert.
    * Als vegetarische Brotaufstriche eignen sich zum Beispiel  Kräuter-, Paprika- oder Tomaten-Aufstriche.
     
  • Richtige Verpackung
    Damit das mitgebrachte Brot auch nach Stunden noch appetitlich aussieht, braucht es die richtige Verpackung. Brot sollte möglichst luftdicht eingepackt sein und nicht gequetscht werden.
     
  • Frisches Obst und Gemüse
    Etwas Rohkost wie Möhren- oder Paprikastifte, Gurkenscheiben oder ganze Cocktailtomaten, aber auch Obststücke sind eine gute Ergänzung zum Brot.
    Klein geschnittenes Obst wird meist eher gegessen als ganzes Obst. Das Braunwerden der Apfelstücke lässt sich durch Einreiben mit etwas Zitronensaft verhindern.
     
  • Immer wieder etwas Neues ausprobieren
    Obst und Gemüse kann je nach Jahreszeit variiert werden. So sind Trauben im Herbst, Mandarinen im Winter oder Erdbeeren in den Sommermonaten eine gute Alternative. Auch Nüsse und Trockenobst eignen sich für eine abwechslungsreiche Pausenverpflegung.

    Statt ein Brot zu belegen, können auch Brezeln, Bagels oder Körnerbrötchen mit Wurst oder Käse und Salat belegt werden. Dies gilt auch für Knusper-, Käse- oder Laugenstangen.
     
  • Ausreichend Trinken
    Damit die Konzentration nicht nachlässt, brauchen Kinder genügend Flüssigkeit. Deshalb gibt man den Kindern am besten Wasser mit in die Schule. Auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind geeignet. Nicht geeignet zum Durstlöschen sind zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Nektare.
     
  • Und was ist mit Süßigkeiten?
    Süßigkeiten sollten möglichst nicht als Pausenfrühstück verzehrt werden. Sie enthalten viele Kalorien durch Zucker und/oder Fett und nur wenig Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.Wenn`s ausnahmsweise süß sein muss, dann hilft ein Müsli-Riegel oder auch etwas dunkle Schokolade.

Sicherer Schulweg

Die meisten Erstklässler können  zu Fuß zu ihrer Grundschule gehen. Damit das Kind sicher den Schulweg gehen kann, muss der Schulweg eingeübt werden.

Worauf ist bei der Wahl des Schulweges zu achten?

  • Sicherheit geht vor Länge
    Eltern sollten sich den Schulweg gut überlegen, wobei ein sicherer Schulweg nicht unbedingt der kürzeste sein muss. Straßen sollten nach Möglichkeit nur dort überquert werden, wo ein Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel ist, denn Kinder können die Geschwindigkeit von herannahenden Autos noch nicht richtig einschätzen. Die Kinder sollten auch auf Gehwegen gehen und nicht auf der Straße. Einsame Wege sind zu meiden.
     
  • Den Schulweg üben
    Gut ist es, wenn Eltern möglichst schon vor Schulbeginn den Schulweg mit ihrem Kind üben. Dazu gehört, dass man sich zu Hause überlegt, welche Straße benutzt wird und wo Gefahren lauern können. Die Eltern können beim Abgehen des Schulweges wichtige Tipps geben wie „nicht zwischen parkenden Autos über die Straße laufen“ oder „nur bei grünem Ampelmännchen die Straße überqueren“. Wichtig ist natürlich auch, dass Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und die Verkehrsregeln einhalten.

Stand: August 2016