Poke Bowl oder Buddha Bowl – schon probiert?

Ob Poke-, Buddha- oder Smoothie-Bowl – appetitlich angerichtete Zutaten in Schüsseln finden immer mehr Anhänger. Kein Wunder, denn der Trend ist nicht nur gesund, sondern eignet sich auch hervorragend, um Reste vom Vortag noch einmal gekonnt in Szene zu setzen. Haben Sie schon mal eine Bowl gegessen?

AdobeStock_190276158.jpeg

Vegetarische Buddha Bowl

Der Klassiker ist die Poke Bowl: „Einmal hawaiianisch, bitte!“

„Poke“ (ausgesprochen Poh-Kay) ist hawaiianisch und bedeutet so viel wie „geschnitten“ oder „gestückelt“. Gemeint ist damit die Zubereitung von rohem Fisch. Die Poke Bowl ist daher die Zubereitung von rohem Fisch mit Gemüse und klassischerweise Reis in einer Schüssel (engl.: Bowl). Wer nun denkt, dass sich das Ganze ja ziemlich nach Sushi anhört, hat nicht ganz Unrecht. Das traditionsreiche Nationalgericht Hawaiis ist nämlich von den japanischen Röllchen inspiriert.

In den USA ist die Poke Bowl zu einem Trendgericht geworden und auch hierzulande erfreut sich die bunte Schüssel einer immer größeren Beliebtheit.

Fisch, Reis und Gemüse sind die traditionellen Zutaten

Für die klassische Poke Bowl wird meist Thunfisch oder Lachs verwendet. Beide Fischsorten liefern einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können. Gleichzeitig wird der Körper mit Jod und Eiweiß versorgt. Der Fisch wird in mundgerechte Stücke geschnitten, gesalzen und anschließend in Sojasoße und Sesamöl mariniert. Je nach Belieben können Ingwer, Wasabi, Knoblauch, Koriander oder Limette für eine pikante Würze in der Marinade sorgen.

Wer die Bowl zu Hause selber zubereiten möchte, sollte ein besonderes Augenmerk auf die Frische und Qualität des Fischs legen, schließlich wird dieser roh verzehrt.

Als warme Kohlenhydratkomponente und Basis für die bunte Schüssel dienen klassischerweise Reis, Wildreis oder Quinoa. Aber auch Hirse, Couscous, Nudeln oder Süßkartoffeln eignen sich gut. Die enthaltenen Ballaststoffe wirken nicht nur sättigend, sondern fördern auch die Verdauung.

Frisches, rohes Gemüse stellt das Topping dar – dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Beliebte Zutaten sind Avocado, Noriblätter, Edamamebohnen, Tomaten, Möhren, Frühlingszwiebeln, Gurken, Stangensellerie, Blattsalate oder frische Kräuter, die der Bowl einen gesunden Mix aus vielen Vitaminen und Mineralstoffen mitgeben. Auch Früchte, zum Beispiel Kiwi, Mango oder Ananas und Kokoschips kommen als Garnitur in Frage.

Das Besondere an der Bowl: Statt wie bei einem Salat werden die verschiedenen Zutaten nicht miteinander vermengt, sondern in einer Schüssel schön angerichtet und auf dem Fisch und beispielsweise Reis geschichtet.

Auch süß und vegetarisch lecker – dann aber als Buddha Bowl

Neben der klassisch hawaiianischen Poke Bowl gibt es mittlerweile eine Vielzahl anderer Schüssel-Zubereitungen, zum Beispiel vegetarisch mit Tofu oder Tempeh als Fleischalternative oder in der Frühstücksversion als Porridge mit Nussmus, Obst und Joghurt.

Green Bowls bestehen hauptsächlich aus grünem Gemüse oder Blattsalat, wie Feldsalat, Grünkohl oder Spinat und wer nicht so auf Tofu steht, wird sich vielleicht über Linsen, Ei, Käse oder Hähnchenfilet als Eiweißkomponente in seiner Schüssel freuen.

Verschiedenste geröstete Nüsse, gehackte Kerne, Samen oder Sprossen garnieren zusammen mit Dips und Dressings wie Joghurtsoße, Hummus oder Pestos die bunt geschichteten Bowls.

Oftmals werden die gesunden Schüsseln auf Menükarten von trendigen Bistros oder modernen Restaurants als „Buddha-Bowls“ angepriesen.

Was das Ganze mit Buddha zu tun hat? Die einen sagen, dass die ausgewölbte Schüssel an den stattlichen Bauch Buddhas erinnere, andere vermuten tatsächlich den Zen-Buddhismus hinter der Namensgebung: Hier spielt die meditative und ritualisierte Art des Essens eine große Rolle und ausgewogene Speisen werden in Schüsseln gereicht.

VerbraucherFenster-Empfehlung: Mit der Bowl in den Tag starten

Smoothie-Bowl

  • Eine Banane
  • Tiefgefrorene Beeren
  • Naturjoghurt oder eine pflanzliche Joghurtalternative
  • Ein Esslöffel Leinsamen
  • Zwei Esslöffel Haferflocken
  • Honig nach Belieben

Alle Zutaten mit dem Mixer vermischen, bis die Konsistenz an einen Smoothie erinnert. Dann die Masse in eine Schüssel füllen und nach Herzenslust mit Nüssen, Samen, gepufftem Amaranth, Cornflakes, frischem Obst, weiteren Beeren oder Trockenfrüchten garnieren.

Wer morgens lieber etwas Warmes zu sich nimmt, kann statt dem Smoothie auch ein Porridge zubereiten. (Sie)

Stand: Juni 2020