Veganuary –vegan essen im Januar

Haben Sie mal darüber nachgedacht, wie es wohl ist, wenn man vollständig auf tierische Lebensmittel verzichtet? Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, was ein Veganer eigentlich so isst? Dann haben Sie mit der Kampagne „Veganuary“ jetzt die Chance für einen Monat eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren! Unterstützung bekommt die Kampagne unter anderem vom deutschen Handel.

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Frau wirft fröhlich Apfel in die Luft

Veganuary ist ein Wortspiel und setzt sich aus „vegan“ und dem englischen Wort für Januar „January“ zusammen. Während diesem Monat sollen Menschen dazu ermutigt werden, für einen Monat eine vegane Ernährung auszuprobieren.

Was heißt vegan?

Bei einer veganen Ernährungsweise handelt es sich um eine rein pflanzliche Ernährung, bei der keinerlei tierische Lebensmittel verzehrt werden, weder Fisch und Fleisch, noch Eier, Milch und Milchprodukte.

Wer steckt dahinter?

Veganuary ist nicht bloß ein Ernährungsprogramm, sondern eine in Großbritannien registrierte, gemeinnützige Organisation und Kampagne, die weltweit Menschen dazu ermutigen möchte, sich im Januar (oder auch jeden beliebigen anderen Monat im Jahr) rein pflanzlich zu ernähren. Die Organisation arbeitet mit verschiedenen Marken, Restaurants oder Supermärkten zusammen, um einen Monat lang das Angebot von rein pflanzlichen Produkten oder Menüs zu fördern. So beteiligen sich zum Beispiel Einzelhändler wie Globus, Aldi, Rossmann oder DM am Veganuary, rufen zum Mitmachen auf, bewerben vegane Produkte aus ihrem Sortiment und liefern Rezeptideen.

In Großbritannien ist Veganuary schon länger bekannt und verzeichnete seit 2014 bereits um die 500.000 Teilnehmer. 2020 sind erstmals auch Deutschland, Südafrika, die USA und Lateinamerika mit von der Partie.

Warum vegan?

Die Gründe für die Teilnahme am veganen Monat sind vielfältig. So werden von den Teilnehmenden unter anderem Tierleid und Ethik, die Erwartung auf ein gesteigertes Wohlbefinden und ein verbesserter Gesundheitszustand oder die Auswirkungen der Fleisch- und Milchproduktion auf die Umwelt genannt.

Was bringt es tatsächlich?

Laut Berechnungen des Umweltforschers Joseph Poore, der an der Oxford Universität unter anderem den Einfluss von der Landwirtschaft auf die Umwelt untersucht, können alleine durch die 350.000 Teilnehmer am Veganuary circa 41.200 Tonnen CO2 eingespart werden. Das ist in etwa so viel CO2, wie bei 450.000 Flügen von Berlin nach London ausgestoßen wird. Außerdem werden rund 2,5 Millionen Liter Wasser eingespart – vergleichbar mit der Wassermenge, die ein Olympia-Schwimmbecken füllt.

Auch in Bezug auf die Gesundheit birgt die vegane Ernährung viele Vorteile – vorausgesetzt es wird auf die ausreichende Zufuhr potenziell kritischer Nährstoffe geachtet. Studien zeigen, dass Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, seltener an Übergewicht leiden oder an Diabetes Typ 2 oder einigen Krebsarten erkranken.

Wer kann teilnehmen?

Beim Veganuary kann jeder mitmachen, der schon immer mal eine vegane Ernährung ausprobieren wollte, es aber alleine bisher nicht geschafft hat oder der herausfinden möchte, ob die rein pflanzliche Lebensweise überhaupt für ihn in Frage kommt. Aktuell machen weltweit etwa 350.000 Personen bei der Veganuary-Bewegung mit.

Wie funktioniert´s?

Interessierte können sich auf Veganuary.com ganz einfach mit ihrer E-Mail-Adresse anmelden. Veganuary schickt dann 31 Tage lang täglich eine E-Mail mit leckeren Rezepten, hilfreichen Tipps und interessanten Hintergrundinformationen für einen leichten Einstieg in die pflanzliche Ernährung. Zusätzlich gibt es regelmäßig News rund um das Thema „vegan“ sowie Benachrichtigungen über aktuelle Angebote.

Übrigens: Um in den veganen Monat zu starten, muss man nicht bis zum 1. Januar warten, sondern kann jederzeit damit beginnen. Bei der Anmeldung erfragt Veganuary, ab wann es losgehen soll: Ab sofort, in sieben Tagen oder zu einem selbst gewählten Zeitpunkt.(Sie)

Stand: Januar 2020