Unterernährung im Alter

Unterernährung betrifft meist hochbetagte und kranke alte Menschen. Bei Untergewicht hat der Körper nicht genug Reserven, falls Krankheiten auftreten. Die Ursachen für Untergewicht können vielfältig sein: geistige/psychische Beeinträchtigungen wie Demenz, Depressionen aber auch Vergesslichkeit. Untergewicht geht in der Regel mit einer Mangelernährung einher. Gerade im Alter ist es schwierig einen Gewichtsverlust wieder auszugleichen. Deshalb ist es besonders wichtig rechtzeitig gegen zu steuern.

Alte Frau beim Essen antikarium - Fotolia.com_.jpg

Alte Frau isst

Ein besonderes Problem stellt die Unterernährung im Alter dar. Sie betrifft meist hochbetagte und kranke alte Menschen.

Appetitlosigkeit

Bei einem schlechten Gesundheitszustand, durch die Einnahme von Medikamenten oder Störungen des seelischen Gleichgewichts nimmt oft der Appetit ab. Einsamkeit oder eine ungewohnte Umgebung z.B. im Krankenhaus vermindern ebenfalls oft den Appetit. Durch Appetitlosigkeit sinkt die Nahrungsaufnahme, dies kann zur Unterversorgung mit Nährstoffen führen.

Einseitigkeit

Im Alter lässt das Geschmacks- und Geruchsempfinden natürlicherweise nach. Zusätzlich sind Kaubeschwerden und eine Mundtrockenheit sehr häufig. Diese Probleme können zu einer einseitigen Lebensmittelauswahl und damit zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen beitragen. 

Tipps für zu Hause

Eine Abnahme des Körpergewichts innerhalb weniger Wochen ist sehr ernst zu nehmen. Wenn Sie merken, dass Ihre Hosen oder Röcke deutlich zu weit werden, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen!

Fehlt Ihnen der rechte Appetit, probieren Sie doch einmal folgendes:

  • Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Beginnen Sie mit einer Frühmahlzeit und essen Sie abends noch einen Nachthappen. 
  • Richten Sie sich die Mahlzeiten appetitlich an: Das Auge isst mit!
  • Verwenden Sie großzügig frische Kräuter und bunte Gemüse.
  • Stellen Sie sich kleine Portionen für zwischendurch bereit, z.B. einen in Stücke geschnittenen Apfel, ein in Häppchen geschnittenes appetitlich belegtes Brot, ein Schälchen Fruchtquark, Dickmilch oder Pudding.
  • Ein Spaziergang an der frischen Luft regt den Appetit an!
  • Versuchen Sie so oft wie möglich mit Freunden und Bekannten zu essen. In Gesellschaft schmeckt es gleich viel besser!
  • Manche Medikamente beeinträchtigen den Appetit. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob sich der Einnahmezeitpunkt Ihrer Medikamente im Hinblick auf den Appetit günstig verschieben lässt (z.B. vor dem Schlafen gehen).
  • Falls Sie Kaubeschwerden haben, lassen Sie diese von Ihrem Zahnarzt beheben.

Manchen Menschen helfen auch nährstoffreiche Zusatznahrungen. Sprechen Sie hierüber mit Ihrem Arzt und probieren Sie es aus!

Stand: Februar 2019